
Marine - Schweröl - Anlage "Flemhude"Bereits in den Jahren 1935 / 36 begann man mit der Planung und dem Aufbau des "Marineöllager Flehmhude". Die damalige Bauleitung befand sich in Groß Nordsee. Als Arbeitskräfte wurden deutsche Facharbeiter, sowie Fremdarbeiter aus Oberschlesien und Polen hinzugezogen. Aber auch französische Zivilisten waren an dem Aufbau der Anlage beteidigt. Von der Eisenbahnstrecke Kiel - Rendsburg führte ein abzweigendes Gleis (Spurbreite 1435mm) von Brandsbek zum Flehmhuder See, direkt in die heute noch erhaltene große Halle (siehe Fotos). Betriebsführer der Eisenbahnverbindung war die deutsche Reichsbahn. Am 13.09.1940 wurde die fertiggestellte Anlage von der Kriegsmarinewerft Kiel eröffnet.
Luftbildaufnahmen der noch im Bau befindlichen östlichen und westlichen Anlage
In diesem etwa 100m langen Gebäude sollten die mit Schweröl befüllten Güterwaggons entladen werden. Hierzu wären die kompletten Waggons erhitzt worden, um das dick - und zähflüssige Schweröl abpumpen zu können. Die übergroßen mehrere Quadratmetergrößen und zahlreichen Fenster auf beiden Seiten des Gebäudes sollten bei einer Explosion den Detonationsdruck nach außen entweichen lassen. Die gesamte Anlage ist nach meinen Informationen nie in Betrieb genommen worden. Trotzdem war sie häufiges Ziel alliierter Bomber. Nach Kriegsende wurde die Anlage, bis auf dieses Gebäude, gesprengt.
|