Home

 Tütendorf

Einheit 7.M.Fla.A.221
Batteriechef Olt. Beerbohm, Olt. Gehner
Geschütz 4 x 10,5cm
Typ Schnellladekanone C/32
Zusatzbewaffnung 2 x 2cm Fla-MG
Kommandogerät Kleinkog
Entfernungsmesser Em 6 R
Batteriezustand bei Kriegsende

2cm-Waffen zerstört, 10,5cm-Waffen gelähmt, 1600 x 10,5cm ohne Zünder und Zündladung

Munitionsbestand bei Kriegsende 1697 x 10,5cm, 3134 x 2cm

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Fläche der ehemaligen Anlage ist von ihr heute nichts mehr zu sehen. Nach Kriegsende wurde sie viele Jahre als Flüchtlingslager genutzt. Bei der Recherche vor Ort bin ich an zwei ehemaliger Geschützrohre vorbei gefahren, ohne sie als solche zu erkennen. Wer rechnet schon damit, neben der Straße, oder auf einem Privatgrundstück solche Relikte zu finden? Bei der durchgeführten Recherche konnte ich über die Herkunft dieser Rohre folgendes in Erfahrung bringen; Nach Kriegsende wurde auch diese Anlage von der britischen Besatzungsmacht gesprengt. Am folgenden Tage nach der Sprengung sollten auch die Geschütze und die Geräte der Anlage von den Alliierten demontiert und abtransportiert werden. Einige Landwirte aus dem Ort hatten nun ein Auge auf die Geschützrohre geworfen. In der Nacht nach der Sprengung machten sich zwei Landwirte mit Traktoren und Anhängern bei einer "Nacht - und - Nebel - Aktion" auf dem Weg zur nahe gelegenen Anlage. Schnell wurden die gesprengten Rohre verladen und vor den Briten versteckt. Erst einige Wochen später, als die Besatzungsmacht die Umgebung verlassen hatte, machten man sich an die Arbeit die "erbeuteten" Rohre einer neuen und friedlichen Verwendung zuzuführen - man grub sie auf den Weiden in die Erde und dienten somit viele Jahre als "Scheuerbalken" für das dort grasende Vieh.

 

Links: Auf den ersten Blick nicht zu erkennen; das Geschützrohr der 10,5cm Flak

 

Die Seriennummer: " 291/563167"

 

  

Ein Blick ins Detail

 

Eine Markierung zum justieren des Geschützes ??

 

Das zweite übriggebliebene Rohr

 

Erinnerungen an die Geschichte der Flak

 

 

Der Propeller einer abgeschossenen Maschine. In weißer Schrift wurden die Tage auf dem Propeller festgehalten, an denen diese Batterie an Abschüssen beteiligt war.

 

09.08.1941
08.09.1941
08.11.1941
13.03.1942
29.03.1942
27.04.1942

 

Links: Die Mannschaft am Entfernungsmesser. Rechts: Befehlsausgabe in der Batterie

 

Der Siegeswimpel für einen weiteren Abschuß

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Brustvergr?§erung