Brammer


Bf 110G-4  (Werknummer 140042)

Absturzdatum 20.08.1944  
Crew
Absturzzeit ca. 02.30 Uhr   Feldwebel Heinrich Langohr (KIA)
Absturzursache durch eigene Flak  
Unteroffizier Otto Aschermann (KIA)
Flugzeugtyp Bf110 G-4  
Feldwebel Eugen Peters (KIA)
Werknummer 140042    
Rufzeichen D5+GK    
Besatzung 3 Mann (3KIA)    
MACR -    
Einheit 2./NJG3    
Startflugplatz Schleswig    
Startzeit -    
Herkunftsland D    

Anmerkung:

Mit freundlicher Genehmigung des norddeutschen Fernsehen (NDR), konnten die Bildausschnitte "Bild1 - Bild3", aus dem NDR-Beitrag "Der Todesflug der Me 110 - Rätsel um drei Wehrmachtsflieger" hier veröffentlicht werden. Der Autor des Film-Beitrages ist Christoph Lütgert. Erstsendung des Beitrages: 23.05.1997.

Nur wenige Minuten nach ihrem Start vom Flugplatz Schleswig stürzte die Bf 110, durch irrtümlichen Beschuß der deutschen Heimatflak, in der Nähe von Brammer auf einem Feld ab. Die dreiköpfige Besatzung hatte keine Möglichkeit sich mit ihren Fallschirmen zu retten. Vermutlich hatte die Maschine noch keine ausreichende Flughöhe erreicht, um mit dem Fallschirm das abstürzende Flugzeug zu verlassen. Brennend bohrte  sich die  Bf 110 mit  ihrer Besatzung beim  Aufschlag etwa  4 -5m tief  in den  weichen moorigen Boden. Einer  der zwei Propeller  schlug  etwa  100m  weiter entfernt auf  und steckt im  Boden. Der  Bergungstrupp der Wehrmacht hatte damals  offenbar keine Zeit das tief im Erdreich befindliche Flugzeugwrack und  die Besatzung  zu bergen. Man  füllte schlichtweg  die mitgeführten  Särge mit  Erdreich  statt mit  den Leichen der gefallenen  Soldaten, vermutlich um bei der später folgenden Beisetzung die Särge mit Gewicht zu füllen. Den  Angehörigen  der Gefallenen  wurde dies  jedoch nicht  mitgeteilt - und mit dieser Tatsache begaben sich die Angehörigen  jahrzehntelang  an leere Gräber. Erst  57 Jahre  später, im  Jahr 1997  wurden durch eine zivile  Bergungsgruppe  die  Trümmer der  Bf 110, und  durch  Mitarbeiter  der  Kriegsgräberfürsorge  die  Leichen geborgen. Die sterblichen Überreste der Gefallenen wurden später auf der Kriegsgräberstätte in Hamm beigesetzt .Während der Bergungsarbeiten wurden, neben den sterblichen Überresten der drei Besatzungsmitglieder, auch zahlreiche persönliche Gegenstände aufgefunden, wie z.B. ein Medaillon (Bild1), eine deformierter Ehering, sowie zwei Brieftaschen und alle drei Erkennungsmarken, mit denen die Soldaten, über die deutsche Dienststelle (WASt) in Berlin, eindeutig identifiziert werden können.
Nachdem die Trümmer der Maschine geborgen und abtransport wurden untersuchte ein Experte einen der zwei Motoren (Bild 3). Hierbei konnte festgestellt werden, das sich am Motorblock zahlreiche Spuren für einen Flakbeschuss erkennbar sind. Neben den Einschlagkerben befindet sich sogar einer der Granatsplitter im Motorblock. Einer der Propellerblätter wurde für das Denkmal zur Verfügung gestellt das sich heute in der Nähe der Absturzstelle, kurz vor der Gemeinde Brammer, befindet.

 

Links (Bild2) der untersuchte Motor, rechts (Bild 3) ein Fallschirmgurtschloss eines der Besatzungsmitglieder

   

Das Denkmal (mit dem Propellerblatt) an der Straße kurz vor Brammer

 

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