Felm


Vickers Wellington W5378

Absturzdatum 30.09.1941  
Crew
Absturzzeit 0109 Uhr   Pilot Officer G.W. Bull, Royal Air Force, Grablage Kiel War Cemetery: CG.3.J.10-14
Absturzursache Unbekannt   Flying Officer J.O.W.K. Ferris, Royal Air Force, Grablage Kiel War Cemetery: CG.3.J.10-14
Flugzeugtyp Wellington II   Flight Sergeant T.H. Harrower, Royal Air Force, Grablage Kiel War Cemetery: CG.3.J.10-14
Seriennummer W5378   Flying Officer M. Jacoby, Royal Air Force, Grablage Kiel War Cemetery: CG.3.J.10-14
Rufzeichen QT-A   Flight Sergeant J. Parkin, Royal Air Force, Grablage Kiel War Cemetery: CG.3.J.10-14
Besatzung 6 Mann (6KIA, 1 POW)   Sergeant J.M. Pattison, Royal Air Force, Grablage Kiel War Cemetery: CG.3.J.10-14
MACR -    
Einheit 142. Squadron    
Startflugplatz Binbrook    
Startzeit 1910 Uhr    
Herkunftsland GB    

Nach Angaben des Kriegstagebuch der Kieler Marineflak wurde diese Maschine auf dem Rückflug aus dem Raum Berlin - Stettinum 01.09 Uhr über Kiel abgeschossen. In der Zeit von 00.40 - 05.00 Uhr überquerten 51 feindliche Flugzeuge der Royal Air Force die Front Laaland - Poel. Von diesen 51 Maschinen gehen 30 nördlich Kiel, 13 südlich Kiel und 8 über das Stadtgebiet Kiel nach Westen. 3 weitere Flugzeuge kehren aus dem Raum Hamburg - Lübeck nach Westen zurück, von diesen überfliegt ein Flugzeug Kiel, während zwei über Neumünster - Heide nach Westen abfliegen. Als Abschüsse werden hier zwei Maschinen gemeldet, wovon eines um 01.09 Uhr "bei Felm" abgestürzt ist. Die genaue Absturzursache ist nicht bekannt, es ist aber davon auszugehen, dass die Wellington W5378 durch er Marineflak zum Opfer fiel. Die zehn vom Flugplatz Schleswig gestarteten Nachtjäger vom Typ Messerschmitt Me-110 waren in der Zeit von 20.50 - 23.56 Uhr im Einsatz. Der Abschuss durch eine dieser Nachtjäger scheidet demnach aus.

Durch Aussage zweier Zeitzeugen konnte der Absturzort genau ermittelt und archäologisch untersucht und ausgewertet werden. Einer der Zeitzeugen berichtet, dass die Maschine, im Kegel mehrerer Suchscheinwerfer, aus Richtung Strande kam, Kaltenhof in geringer Höhe überflog und schliesslich kurz vor Felm in ein Waldstück stürzte. Der folgende Morgen zeigte das schreckliche Ausmaß bei dem die gesamte Flugzeugbesatzung den Tod fand. Die Trümmer der explodierten Maschine lagen weit verstreut im Wald und auf dem angrenzenden damaligen Rübenacker. In den Bäumen hingen die zerfetzten Überreste der Besatzung, teilweise sogar auf dem angrenzenden Rübenacker.

Die folgende Grafik zeigt die bei der archäologischen Untersuchung geborgenen Trümmerteile, die mittels GPS kartiert und kartografisch ausgewertet wurden. Die teilweise auf den Trümmerteilen eingestanzten Ersatzteilnummern bestätigen den britischen Flugzeugtyp "Wellington II".

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