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Short Stirling W7621

| Absturzdatum | 04.04.1943 | Crew |
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| Absturzzeit | 23.30 Uhr | Sgt. John Broderick, 22 Jahre, Royal Air Force, Grablage Kiel War Cemetary: 5.B.13. | |
| Absturzursache | Abschuß durch Jäger | Sgt. Kenneth Reginald Burton, 20 Jahre, Royal Air Force, Grablage: Panel 144 (*) | |
| Flugzeugtyp | Short Stirling I | Sgt. George Henry Joseph Cash, 21 Jahre, Royal Air, Force, Grablage: Panel 144 (*) | |
| Seriennummer | W7621 | Sgt. Albert John Gordon, 29 Jahre, Royal Air Force, Grablage: Panel 151 (*) | |
| Rufzeichen | BU-G | Sgt. Edward McGloin, 20 Jahre, Royal Air Force, Grablage: Panel 157 (*) | |
| Besatzung | 7 (7KIA) | Sgt. Harry Michael Parsons, 25 Jahre, Royal Air Force, Grablage: Panel 161 (*) | |
| MACR | - | Sgt. James Hill Strathearn, 23 Jahre, Royal Air Force, Grablage: Panel 166 (*) | |
| Einheit | 214. Squadron | (*) Runnymede Memorial, England | |
| Startflugplatz | Chedburgh | ||
| Startzeit | 20.21 Uhr | ||
| Herkunftsland | GB |
In der Nacht vom 4. auf den 5.4.1943 wurden bei einem Luftangriff auf Kiel mehrere britische Bomber abgeschossen. Eine dieser Maschinen versuchte auf einem am Dobersdorfer See angrenzendem Feld eine Notlandung durchzuführen. Bei diesem Versuch rutschte der tonnenschwere Bomber ca. 300m über das Feld, überschlug sich und landete schließlich im See. Die Besatzung fand hierbei den Tod. Eines der Besatzungsmitglieder wurde am nächsten morgen am Strand von Amrum tot aufgefunden. Vermutlich wurde er bereits beim Anflug auf die Schleswig-Holsteinische Küste während eines Luftkampfes mit deutschen Jägern schwer verwundet. In so einem Fall wurden sehr häufig die schwer Verwundeten Besatzungsmitglieder mit ihrem Fallschirm über dem Festland von Bord gelassen, da man davon ausging, das sie dort schneller ärztlich versorgt wurden. Von den sechs anderen Besatzungsmitgliedern fehlt bis heute jede Spur.
Nach Ende des Krieges hat man damit begonnen das Flugzeug aus dem See zu bergen. Der erste Versuch die Maschine mit Hilfe eines Traktors und Stahlseilen aus dem See zu ziehen, schlug fehl. Eine steile Scherkante im See war der Grund warum die Flugzeugteile nicht aus dem See herausgezogen werden konnten. Erst nach dem man die Scherkante unter Wasser halbwegs abgetragen hatte, konnten die Teile geborgen werden.
Auf Grund der auf der Ackerfläche und im Uferbereich geborgenen Flugzeugteile im Frühjahr und Sommer 2004, sowie den per GPS erfaßten Daten jedes einzelnen Fundstückes, konnte der genaue Verlauf der Notlandung ermittelt werden. Hierbei wurden zahlreiche Aluminium- und Messingteile, sowie einige größere Fundstück aus dem Wasser geborgen werden. Der Versuch, unter Anwendung von modernen technischem Gerät wie Unterwasser-Suchschleifen und Echolot, brachte keine weiteren Ergebnisse, da der Seeboden mit einer mehreren Meter dicken Schlickschicht bedeckt ist.
Die umfangreichen und lange anhaltenden Recherchen auf Grund der vorliegenden Fundstücke, den Zeitzeugenaussagen, sowie die Angaben des 214. Squadron, haben ergeben, das es sich mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90% bei diesem Flugzeug um die Short Stirling I / W7621 handelt.

Links oben: eine Aluminiumverstrebung.
Rechts oben: Aluminiumabdeckung mit Beschriftung: "REMOVE WHEN LOADING BOMBS"

Links oben: Lampengehäuse für die Regulierung der Beleuchtung.
Rechts oben: V2A-Blech mit Hersteller- und Prüfstempel

Links oben: Einer der Tankanzeigen. Rechts oben: Elektromotor.

