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  Sehberg

Einheit  5.M.Fla.A.251 (Stabsbatterie mit Leitstand)
Batteriechef  Korvettenkapitän Basedow, Olt. Radvan (zeitweise)
Anlage  vermutlich mit 150cm-Scheinwerfer
Bewaffnung  1 x 2cm Flak

 

 

 

 

 

Auf dem damals noch 50m hohen Sehberg befanden sich mehrere Baracken (sogenannte "B9"), ein Horchgerät und ein Radar. Hier waren u.a. eine Kombüse, eine Fähnrichsmesse und eine Offiziersmesse eingerichtet. Nahe der Strasse befanden sich weitere Baracken ("B7"), sowie ein in der Nähe aufgestellter Scheinwerfer. Zwei Baracken waren von den Marinehelferinnen belegt (pro Zimmer 8 Frauen), die auch in der Verwaltung der Batterie eingesetzt waren. Für die zur Abteilung angegliederten Flak-Batterien war Olt. Schmidt (Kaufmann aus Berlin), für die Scheinwerfer-Batterien Olt. Angrick zuständig. Verantwortlicher für die Verwaltung war Korvettenkapitän Kühl (Kohlengroßhändler aus Kiel). Einen Luftschutzbunker existierte für die Batterie nicht. Erst als sich die Luftangriffe und Bombenabwürfe mehrten, errichtete man für die Helferinnen einen Unterstand. In einer der Baracken waren Russen untergebracht, die von einem Unteroffizier aus Rendsburg bewacht wurden. Er soll nach Aussage einer Zeitzeugin ein "Menschenschinder" gewesen sein. Er hatte z.B. einen Russen bis zur Bewußtlosigkeit Kniebeugen machen lassen. "Sie taten mir so leid und machten abends immer traurige Musik".

Auf dem Sehberg befand sich das "Sittler-Heim", benannt nach einem Oberleutnant Sittler. Hier wurden die Bewohner aus den umliegenden Gemeinden für plattdeutsche Abende und andere Veranstaltungen eingeladen. Die Bahnstation für die Batterie Sehberg befand sich in Melsdorf. Vom Sehberg aus wurde ein Weg zum Melsdorfer Bahnhof eingerichtet, der noch einige Jahre nach Kriegsende vorhanden war. Der Weg verlief vom Bahnhofskrug (heutige Raiffeisenbank) über den dort befindlichen Bahnübergang zum Sehberg. Mütter, Frauen und Bräute übernachteten damals bei Schnack, im heute noch stehenden "Griesenbötel".

Von der Stabsbatterie "Sehberg" sind heute keine Relikte mehr zu finden. Die Anlage wurde nach Kriegsende für einige Jahre von Flüchtlingen bewohnt. Später hat man ein Teil des 50m hohen Geländes der Batterie abgetragen um an den im Boden befindlichen Kies zu gelangen. Das Gelände wurde später als Mülldeponie genutzt und schließlich mit Erdreich aufgefüllt.

 

                                                   

"Die Chefs der umliegenden Flak-Batterien"

 1. Oberstabsarzt Dr. Michaelis (Achterwehr)

 2. Korvettenkapitän Kühl (Leiter der Verwaltung)

 3. Korvettenkapitän Basedow (Elmschenhagen)

 4. Oberleutnant Faulmüller

 5. G. Henke

 6. Oberleutnant Radvan (Sehberg)

 7. Oberleutnant Pfaff

 8. Oberleutnant Berner (Schwartenbek)

 

 

 

 

 

 

Foto oben links; von links: Leutnant H. von Seidewitz, Leutnant H. Burg, Leutnant W. Richter (folgende unbekannt). Foto oben rechts: Leutnant Seidewitz, Leutnant Ulfers. Foto unten; von links: Korvettenkapitän Basedow, 2. Admiral der Ostsee (Name bisher unbekannt), Die Offiziere im Hintergrund konnten bisher ebenfalls nicht identifiziert werden. Im Hintergrund die Gebäude und Baracken der Batterie "Sehberg".

 

 

Links: (1) Korvettenkapitän Kühl, (2) Oberstabsarzt Dr. Michaelis, (3) Korvettenkapitän Basedow (zum vergrößern anklocken). Rechts drei, mir bisher unbekannte, Offiziere

 

 

Ein hoher Offizier zu Besuch bei der Stabsbatterie. Auf dem linken Bild ist rechts Korvettenkapitän Basedow zu sehen

 

Korvettenkapitän Basedow

 

 

Lagerleben am Sehberg nach Kriegsende (Foto: Kieler Nachrichten vom 24.07.2001)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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